Feiern Sie mit uns!
15 Jahre Regenwald der Österreicher
7. November 2006 - Der Verein Regenwald der Österreicher kann auf 15 ereignis- und erfolgreiche Jahre zurückblicken. Vieles haben wir - nur dank Ihrer Hilfe - erreichen können: den Freikauf und die Unterschutzstellung von 34 km² Regenwald, die Wiederauswilderung von 50 Roten Aras und hunderten anderen Tieren, die Anstellung von zwei Wildhütern gegen die Jagd, den Aufbau einer erfolgreichen Forschungsstation und einer Ökotourismus-Lodge und nicht zuletzt die Verbesserungen für die Nachbargemeinde La Gamba. Wohl kaum jemand hätte das vor 15 Jahren geglaubt. Wir laden Sie sehr herzlich ein, mit uns fünfzehn Jahre Regenwald der Österreicher zu feiern.
Bei der Feier erwarten Sie unter anderem Bildervorträge von Michael Schnitzler über Geschichte und Zukunft des Vereins sowie von Richard Kunz über die Tier- und Pflanzenwelt des Esquinas-Regenwaldes. Besonders freuen wir uns, dass Alvaro Ugalde unserer Einladung zu einem Vortrag gefolgt ist. Alvaro Ugalde gründete 1974 die Nationalparkverwaltung Costa Ricas und war jahrelang deren Direktor. Er ist einer der engagiertesten Naturschützer seines Landes und begleitet uns mit Rat und Tat seit unserer Gründung.
Zeit: Di., 5. Dezember 2006, 18 Uhr
Ort: Großer Festsaal der Universität
Wien (1010, Dr.-Karl-Lueger-Ring 1)
Da die Kapazität des Saales begrenzt ist, müssen wir Sie ersuchen, sich für die Feier unbedingt anzumelden. Bitte benützen Sie dazu das Anmeldeformular unter www.regenwald.at/RGS/feier.html oder rufen Sie uns an (01/470 19 35). Leider können wir Ihnen ohne Anmeldung keinen Platz garantieren.
Wir freuen uns darauf, mit Ihnen den 15. „Geburtstag” von Regenwald der Österreicher feiern zu dürfen.
15 Jahre Regenwald der Österreicher
1991: Per Dekret des Präsidenten der Republik Costa Rica wird erklärt, dass der Esquinas-Regenwald zum Nationalpark Piedras Blancas werden solle. Sämtliche ca. 146 km2 befinden sich aber noch im Privatbesitz und sind großteils akut von der Schlägerung bedroht. Der Durchschnittspreis beträgt 0,35 Schilling pro m2. Gründung des Vereins Regenwald der Österreicher.
1992: Beginn der Zusammenarbeit mit der Nationalparkverwaltung (Direktor Alvaro Ugalde) und dem Umweltministerium von Costa Rica. Überreichung der ersten 100.000 Dollar und Kauf der ersten Grundstücke, die Teil des neugegründeten Nationalparks Piedras Blancas werden.
1993: Gründung der Biologischen Station La Gamba. Erste Diplomarbeiten von Werner Huber und Anton Weissenhofer. Auftrag zur Durchführung eines Ökotourismusprojektes durch das Bundeskanzleramt (später Außenministerium). Beginn der Bauarbeiten an der Esquinas Rainforest Lodge. Michael Schnitzler wird Ehrenmitglied der costaricanischen Nationalparkverwaltung.
1994: Eine erfolgreiche gemeinsame Aktion mit Greenpeace verhindert den Bau einer Fabrik mit Frachthafen nur 5 km vom Regenwald der Österreicher entfernt. Eröffnung der Esquinas Rainforest Lodge nach 11-monatiger Bauzeit.
1995: Bis Jahresende wurden insgesamt 1520 ha durch Regenwald der Österreicher und 3800 ha durch die US-Organisation COMBOS und die Republik Costa Rica freigekauft. Michael Schnitzler erhält den Österr. Staatspreis für Umwelt (Konrad-Lorenz-Preis). Übernahme der Esquinas Lodge durch das Österr. Büro für EZA in Managua, das von nun an auch soziale und landwirtschaftliche Projekte in La Gamba finanziert.
1996: Tausch der alten Station gegen ein größeres Haus nahe der Esquinas Lodge und Kauf eines 6 ha großen Primärwaldes außerhalb des Parks für Forschungszwecke. Gesamtspenden erreichen 10 Mio. öS, Freikäufe 2120 ha. Sonderausstellung im Naturhistorischen Museum Wien.
1997: Ausbau der Biologischen Station. Schwere wirtschaftliche Krise der Esquinas Lodge - Übernahmeangebot vom Verein an das Österreichische Außenministerium. Die Grundpreise haben sich gegenüber 1992 verdreifacht.
1998: Rückgabe der Lodge an den Verein und Einleitung von Sanierungsmaßnahmen. Beginn der Unterstützung der Wiederauswilderung von Tieren gefährdeter Arten. Schenkung von 13 ha Grund an Zoo Ave zur Errichtung einer Freilassungsstation.
1999: Erste Freilassungen von Wildkatzen und Aras. Finanzielle Krise des Vereins: Spenden sind um 60% zurückgegangen. Einführung der Fördererbeiträge.
2000: Auswilderung von hunderten beschlagnahmten Papageien. Erstmals Basissubvention des BM:bwk für Forschungsaktivitäten. Verein erhält den mit CHF 50.000 dotierten Großen Bindingpreis (Liechtenstein).
2001: Mehr als 25 Diplomarbeiten und Dissertationen sowie über 50 Publikationen hatten bereits den Esquinas-Regenwald zum Thema. Erscheinen des „Field Guide to the Flowering Plants of the Golfo Dulce Rain Forests” und Ausstellung im Biozentrum Linz. Bereits 2750 ha Regenwald freigekauft.
2002: Produktion einer TV-Dokumentation der Reihe „Universum” (ORF) über den Regenwald der Österreicher. Eröffnung der Krankenstation in La Gamba, die mit Hilfe von Spenden aus Österreich errichtet wurde. Die Stiftung CR-USA finanziert die GPS-Landvermessung im Esquinas-Wald sowie die Evaluierung der noch nicht gekauften Grundstücke. Gründung des „Vereins der Freunde der Tropenstation La Gamba”.
2003: Vertrag mit der Corcovado-Stiftung über die Übernahme der Gehälter für zwei Wildhüter. Beginn der Kooperation mit der US-Organisation „The Nature Conservancy” (TNC), die künftig für die Abwicklung eines Teils der Grundkäufe zuständig sein wird. Alvaro Ugalde wird Direktor der regionalen Parkverwaltung. Ausstellungen in Wien und Graz.
2004: USD 125.000 an Spenden werden vom „Robert E. Wilson Challenge Grant” verdoppelt und ermöglichen den Kauf von 290 ha Regenwald. Auch TNC kauft 173 ha, somit sind schon 60% des Esquinas-Regenwaldes geschützt. In La Gamba finden Gespräche zur Beendigung der Jagd statt. Der Verein „Freunde der Tropenstation” übernimmt das finanzielle Risiko für die Station.
2005: Ende der österr. Entwicklungshilfe in La Gamba. Michael Schnitzler kauft die Esquinas Lodge und errichtet einen Fond für Projekte zum Nutzen der Gemeinde La Gamba. Die Wilson-Stiftung verpflichtet sich, weitere Spenden für Grundkäufe bis zu einer Höhe von 300.000 US-Dollar zu verdoppeln. Freikauf von weiteren 281 ha. Die Moore Foundation übernimmt die Gehälter von zusätzlichen 16 Wildhütern im Esquinas-Wald bis 2007.
2006: Die Trinkwasserversorgung für La Gamba wird komplett saniert, Schule und Gemeindesaal renoviert. Insgesamt sind 65% des Esquinas-Regenwaldes freigekauft und als Nationalpark geschützt, davon 3467 ha durch Regenwald der Österreicher.
Source: www.regenwald.at